Tharsys - Biografie

Der Beginn eines neuen Abschnitts. Nach eineinhalb Dekaden stehen THARSYS am Ende einer großen Entwicklungsphase. Klangen die Songs ihrer ersten beiden Alben noch schlichter und ursprünglicher, zeigt das neue Werk „Under Her Dead Hands“ eine deutlich gereifte und zusammengerückte Einheit, die ihr Potenzial erstmals im Studio abrufen konnte.

Der Stil des Sextetts ist schwer einzuordnen und mit den gängigen Kategorien nur unzureichend zu beschreiben. Die Verbindung aus harten Gitarrenriffs und sanften Melodien reicht bis in den Gothic und Doom Metal, aber man hat mehr zu bieten als die verbreitete Schwarzweißmalerei zwischen Gut und Böse, Anmut und Hässlichkeit, Finsternis und Licht.

Angetrieben von einem Gesangsduo, das es versteht, Melancholie und Herzschmerz genauso zu transportieren wie brachiale Gewalt, klingt kein Stück wie das andere. Und doch fügt sich alles zu einem großen Ganzen zusammen, dem THARSYS-Sound. Variable Arrangements stützen die musikalische Vielfalt; die Suche nach der idealen Vertonung eines Themas, einer Stimmung oder eines einzelnen Gefühls ist der erklärte Weg zum Ziel.

Songs über Gott, Tod, Trennung, Liebe und Enttäuschung sind keine Gute-Nacht-Musik für Träumer. THARSYS polarisieren und verbinden zugleich, erheben aber nicht den Anspruch, die Musik neu zu definieren. Musik ist keine Wissenschaft. Wenn jedes Extrem ausgelotet und jede Genregrenze abgesteckt ist, kann es nur um den Song gehen, der Emotionen freisetzt. Ob die Band das erreicht entscheidet der Hörer.