Review - Amboss-Mag.de: Ein sehr gelungenes Werk!

Dienstag, den 26. Januar 2010 um 08:08 Uhr

"Auf ihrem aktuellen Werk begeistern THARSYS mit einer sehr abwechslungsreichen Symbiose aus Doom und Goth Metal, nuancieren das Gesamtwerk dann auch noch teilweise (durch Growls) mit dezenten Death Anleihen. Sowohl das Songwriting (mal reichlich Power, mal düster roh, mal fast romantisch female gothlastig), als auch die unterschiedlichen Stimmen (cleaner, wie roher, teils growliger Gesang und eine druckvolle weibliche Rockröhre) wissen zu überzeugen. Gleich der Opener "The Price of empathy" führt uns die verschiedenen Facetten zu Ohren. Umgeben von einem das Gehör umnebelnden Refrain gibt es trockenen Metal, der hier nur akzentuiert düster rüberkommt. Der Titelsong ist dann klar im Goth Metal beheimatet und bewegt sich irgendwo zwischen dunklen Moonspell und Evanescence. Eine eingefügte Sprachpassage sorgt für einen mystischen Touch. "Coldblood" ist ein wenig ruhiger inszeniert und Sängerin Sara lässt ihre träumerische Ader pulsieren. Im Verlauf bricht dann ein wahres Gitarrengewitter mit einem unterschwellig aggressiven Gesang über die Atmosphäre herein. "Seven" wirkt etwas unausgereift, besitzt aber in seiner Roheit und ungezügelten Art eine Aggression abbauende Latenz. "Infernal Love" zeigt dann deutlich, dass man auf dem aktuellen Werk die doomige Schiene etwas verlässt. Hier geht man klar in den Gothmetal Bereich, ohne den Song glatt zu bügeln. Dies ist überhaupt die Stärke der Band, auf der einen Seite gehen sie sehr akribisch an die Songs, auf der anderen Seite bewahren sie sich eine gewisse Unbekümmertheit. Ein insgesamt sehr gelungenes Werk, welches sich hinter keinem Top Act verstecken muß." (andreas)
   

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